Leider kommt es an vielen Schulen immer wieder zu Problemen mit Mobbing. Kinder kommen in Situationen, denen sie erstmal nicht gewachsen sind. Sowohl in der Schule als auch auf dem Weg dorthin oder in ihrem Alltag.

Einige Münchner Jugendpolizisten haben schon 2001 das Präventionskonzept „Zammgrauft“ entwickelt, aus dem dann im Laufe der Jahre „Pack ma´s“ entstanden ist. Die Wirksamkeit wurde durch eine Studie der LMU München im Jahre 2011 festgestellt.

Bei „Pack ma´s handelt es sich um ein Konzept, das es uns Lehrern ermöglicht, sowohl vorbeugend die Grundlagen für einen friedlichen Umgang innerhalb der Schule zu legen, als auch im Konfliktfall die geeigneten Maßnahmen zu treffen, um adäquat dagegen wirken zu können

Die Jugendpolizisten bilden die Lehrer in mehrtätigen Seminaren aus. Dies ermöglicht einen sehr direkten Zugang zu dem Programm, da es von den „Erfindern“ selbst weitergegeben wird. Nur diese ausgebildeten Lehrer dürfen das Programm an ihrer Schule durchführen.

Wir führen das Programm immer zu zweit mit den Klassen durch. Diese durchlaufen die verschiedenen Abschnitte des Programms. Es werden also verschiedene Bereiche bearbeitet: Zivilcourage, Vertrauen, Gemeinschaft, Umgang mit Gewalt

Das Konzept basiert auf dem empathischen Erleben verschiedener „kritischer“ Situationen, dabei kann es sich um Ausgrenzung oder dem Erleben von Gewalt handeln. Dies erfolgt in Rollenspielen (oft von den Lehrern durchgeführt) in dem geschützten Rahmen des Klassenzimmers. Den Kindern werden in Nachgesprächen und Reflexionen Handlungsweisen aufgezeigt, die zu einem friedvolleren Umgang miteinander und einem selbstsicheren Auftreten nach außen hin führen sollen. Die Situationen sind speziell für die Grundschule ausgewählt und aufbereitet.

Dieses Jahr wird das Programm zum zweiten Mal an unserer Schule durchgeführt und wir hatten letztes Jahr sehr positive Rückmeldungen der dritten Klassen.